Lactoscan — Feststellung des Gefrierpunktes
1. Bestimmungsmethode
Lactoscan bestimmt den Gefrierpunkt jeder Probe und die Quantitat des zugefugten Wassers. Lactoscan mi?t den Gefrierpunt nicht ab, sondern rechnet es auf Grund der anderen Milchbestandteile von denen er abhangt aus. Die Grundbestandteile der Milch sind: Wasser, Salze, Milchzucker (Laktose), Fette, Eiwei?e, Mineralien (Salze) und Sauren. Das Gefrierpunkt hangt nur von den in der Milch aufgelosten Komponenten und von der Quantitat des Losungsmittels ab (in der Milch ist diese Rolle vom Wasser erfullt). Die Uberschalltechnologie ermoglicht es den Fettgehalt, die Eiwei?e, den Milchzucker + Salze (die auflosbaren Bestandteile sind die einzigen, die Einflu? auf den Gefrierpunkt ausuben) direkt abzumessen, und die Quantitat des Losungsmittels in Prozenten (%) wird als 100% Trockensubstanz verstanden, in Prozenten (%) bestimmt; und die Trockensubstanz (%) =Lactose%+Fett%+Protein%+Salze%+Sauren%.
Ohne den Sinn des Gefrierpunktes begriffen zu haben kann Sie der abgemessene oder der im Moment angezeigte Wert des zugefugten Wassers leicht irrefuhren, was sich des Wertes dieses Parameters bezieht.

2. Bestimmungsbasis:
Die Milch gefriert bei niedriger Temperatur als das Wasser. Im Durchschnitt betragt der Gefrierpunkt der Frischmilch in den meisten Regionen etwa –0,540°C. Der Durchschnittswert Ihrer Region hei?t “Basis”-gefrierpunkt. Der Gefrierpunkt der Milch ist eine “physiologische Konstante”. Das bedeutet jedoch nicht, da? er uberhaupt unveranderlich ist. Er wird eigentlich von der Mehrzahl verschiedener Faktoren wie Futtern, Rasse, Jahreszeit, Melkperiode, Klima, Moment des Probennehmens (Anfang, Mitte oder Ende der Melkperiode) bestimmt. Je gro?er die Zahl der Proben ist, desto zuverlassiger wird die Base fur die Bestimmung des obenerwahnten Durchschnittswertes. Also ist der Basisgefrierpunkt ein Durchschnittswert der Gefrierpunkte der Milchproben vieler Kuhe. Wenn der Milchhersteller im Labor getestet wird, vergleicht man nur den Mittelwert der Kuhe des Milchherstellers mit dem Mittelwert fur eine grossere Gegend.
Der Basisgefrierpunkt wird durch lokale Gesundheitsbehorden, Landwirtschaftsministerien (u.a.) bestimmt; manchenfalls sind das manche Universitaten, einzellne Milchhersteller oder ihre Assotiationen. Nicht selten wird der Wert in der Obergrenze des Basisgefrierpunktes festgelegt, damit einige Abweichungen in den Milchparametern und in den Indikationen der Messgerate oder im menschlichen Vorgehen zugelassen werden konnen.
Die Assotiation der ofiziellen analytischen Chemiker erwahnt keinen Basisgefrierpunkt, doch empfehlt sie gegenwartig, da? die Obergrenze des Gefrierpunktes bei –0,525°C (2,326 Standartabweichungen vom neulich fur Nordamerika bestimmten Mittelwert – 0,5404°C) gelegt wird, unter dem es 95% wahrscheinlich sein wird, dass 99% aller festgestellten Gefrierpunkte der Milch ohne zugefugtes Wasser geraten.
Wenn der Gefrierpunkt bei –0,525°C oder niedriger liegt, so kann man vermuten, da? es in der Milch kein zugefugtes Wasser gibt. Das kann auch mit Hilfe von untenerwahnten Testen festgestellt werden. Wenn der Gefrierpunkt hoher als –0,525°C ist, dann mu? die Milch durch die Worte “zugefugtes Wasser vermutet” gekennzeichnet werden und man musste es wie Milch mit zugefugtem Wasser oder wie Milch ohne zugefugtes Wasser mittels der unten erwahnten Teste bestimmen. Machen Sie eine Beurteilung der grossten Tagesschwankungen des Gefrierpunktes fur eine bestimmte Herde, fur eine vereinigte Herde, oder fur bearbeitete Milch, was sich zugefugten Wassers bezieht.
In den Fallen mit “Zugefugtes Wasser vermutet” gekennzeichnet (wie oben beschrieben), mu? das mittels Teste authentischer Milchproben bestatigt werden, die mit Hilfe der AOAC-Methoden erhalten wurden.
Nach Bestimmung des Gefrierpunktes Ihrer Probe durch Lactoscan, wird das zugefugte Wasser nach folgender Formel:
berechnet.
Hier bedeutet:
FrPointBase — der Basisgefrierpunkt
FrPointCalc — abgemessener Gefrierpunkt


Beispiel::
Erste Variante:
Wenn Sie –0.520°C als Basisgefrierpunkt (laut Punkt 5.9 der Direktive 92/46/EEC) und –0.540°C als abgemessener Gefrierpunkt angegeben haben, dann wird man nach der obenerwahnten Formel –3,8% bekommen. Da es kein negatives zugefugtes Wasser gibt, wird das Gerat Lactoscan 0% zugefugten Wassers anzeigen. Die Ursache dafur ist das Annehmen uber den Basisgefrierpunkt, dessen Ursachen unten erklart werden.
Wenn wir in die selbe Milch 3,8% Wasser zufugen, dann wird das Gerat bei dieser angenommenen Basis den Gefrierpunkt als:
–0,520°C bestimmen, wird aber auf das neue 0% zugefugten Wassers anzeigen.

Zweite Variante:
Wenn die Base, die durch das Menue im Gerat als –0.540°C angegeben ist und man bei der Abmessung auch –0.540°C erhalt, so wird das Gerat 0% anzeigen. Wenn man 3,8% Wasser zufugt, wird das Gerat 3,8% zugefugtes Wasser zeigen.
Aus dem oben gesagten kann man schlu?folgern, da? es sehr wichtig ist einen korrekten Basisgefrierpunkt anzugeben.
Die Indikationen des Gerats bezuglich zugefugten Wassers konnen Auskunft in Zusammenhang mit der Verdacht uber die Anwesenheit solchen Wassers geben. Seinen genauen Prozentsatz kann man bestimmen indem man Probennehmen an Platz und Stelle in der entsprechenden Farm ausubt und das Ergebnis der Abmessung des Gefrierpunktes durch Lactoscan als Basisgefrierpunkt in der Formel (uber Ausrechnung des zugefugten Wassers) benutzt.
Solchenfalls wird das Ergebnis, das nach dieser Formel erhalten wurde, den Absolutwert des zugefugten Wassers des entsprechenden Lieferanten angeben.
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